Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Schauss

Anfallende Steuern beim Immobilienverkauf

Mai 28

Sie spielen mit dem Gedanken, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen und fragen sich, ob beim Immobilienkauf Steuern anfallen. Nun, das kommt ganz auf Ihre persönliche Situation an, weshalb Sie sich im Vorfeld fachkundig darüber informieren sollten. So viel sei an dieser Stelle bereits gesagt: Als Immobilienfachmann dürfen wir unsere Kunden steuerlich nicht beraten. Selbstverständlich dürfen wir Ihnen aber für das Gespräch mit Ihrem Steuerberater wesentliche Hinweise an die Hand geben.

Wenn Sie Ihre Immobilie veräußern, kann zum Beispiel das Thema Spekulationsgewinn auftauchen. Sogenannte Spekulationsgewinne unterliegen als private Veräußerungsgeschäfte einer Spekulationssteuer. Diese werden über die Einkommenssteuern besteuert. Falls Sie also bei Ihrem Verkauf einen Gewinn erwirtschaften, müssen Sie diesen in Ihrer Einkommenssteuererklärung gegenüber dem Finanzamt angeben – bis zum 31. Mai des Folgejahres.

Wie oben erwähnt, ist es immer im Einzelfall zu prüfen, ob eine Spekulationssteuer anfällt oder nicht. Hier haben Sie jedoch einige legale Möglichkeiten Ihre steuerliche Situation zu gestalten. So bleiben beispielsweise Steuergewinne bis 600 Euro steuerfrei. Alles, was diese Summe überschreitet muss in vollem Umfang (inklusive der 600 Euro) versteuert werden. Falls Ihr Ehepartner Miteigentümer der verkauften Immobilie ist, gilt für ihn ebenfalls ein Freibetrag von 600 Euro.

Sollten Sie mit dem Verkauf einer weiteren Immobilie Verluste machen, dürfen Sie diese mit dem Gewinn aus dem anderen Verkauf verrechnen. Achtung: Die Verrechnung mit Verlusten aus anderen Einkünften (selbstständiger oder nicht selbständiger Tätigkeit) ist steuerrechtlich nicht erlaubt!

Üblicherweise fallen beim Verkauf Ihrer Immobilie keine weiteren Steuern an. Die Grunderwerbssteuer zahlt ja stets der Käufer. Mit einer Ausnahme: Sollte sich der Käufer als zahlungsunfähig erweisen, können Sie gegenüber dem Fiskus auch als Verkäufer haftbar gemacht werden.
Tipp: Davor können Sie sich allerdings mit folgender Klausel im Kaufvertrag schützen: Bei Zahlungsunfähigkeit des Käufers kann der Verkäufer vom Kaufvertrag zurücktreten.

Zu guter Letzt möchte ich Sie noch auf die „Drei-Objekt-Grenze“ hinweisen. Diese besagt, dass Sie innerhalb von fünf Jahren nicht mehr als drei Häuser oder Wohnungen veräußern dürfen. Hier wird Ihnen unterstellt, dass es sich nicht mehr um private Veräußerungsgeschäfte handelt, sondern um gewerbliche – mit einer Gewinnerzielungsabsicht. In diesem Fall unterliegen Sie dem gewerblichen Grundstückshandel und es können möglicherweise zusätzliche Gewerbesteuern anfallen.

Aus meiner täglichen Praxiserfahrung heraus darf ich Ihnen empfehlen, sich vorab gut zu informieren. Sie wären nicht der erste überraschte Immobilienverkäufer, der hohe und unter Umständen vermeidbare Steuern zu entrichten hat.

Ihr Makler aus Leidenschaft

Stefan Schauss

 

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