Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Schauss

Die richtige Preisstrategie entscheidet letztendlich

Mrz 21

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen und überlegen noch, welchen Angebotspreis Sie dafür ansetzen sollen. Sie halten die aktuelle Nachfrage nach Immobilien für günstig und wollen den Verkaufswert deshalb hoch ansetzen. Gedanken, die viele Eigentümer beschäftigen und leicht zu einer falschen Preisstrategie führen können. Ich möchte Ihnen deshalb hier einen Einblick in die Preisgestaltung, basierend auf Nachfrage und Preisgrenzen bei der Zielgruppe, verschaffen und gebe Ihnen folgend ein paar aktuelle Zahlen an die Hand.

Zuallererst sollten Sie sich bewusstmachen, dass Käufer das Angebot an Immobilien nach dem Preis sortieren. Wir bei den ImmoProfis führen eine Datenbank mit den Suchprofilen der Interessenten. Aktuell haben wir einen Bestand von 2.752 Kunden, die allgäuweit auf der Suche nach einem Haus sind. Um einen Überblick zu bekommen wo die Preisgrenzen liegen, hier folgende Zahlen: 41 Prozent suchen ein Objekt bis 300.000 Euro, 27 Prozent eines zwischen 350.000 und 400.000 Euro und weitere 19 Prozent können sich eine Immobilie zwischen 400.000 und 500.000 Euro leisten. Die restlichen 13 Prozent suchen im Hochpreissegment, hier verhält es sich etwas anders. Was allen jedoch gemeinsam ist … sie geben glatte Summen in Suchmaschinen ein und durchforsten Zeitungen auf ihre persönliche Preisgrenze hin.

Natürlich sollen Sie Ihr Eigentum nicht unter Marktwert veräußern, dies ist hier nicht gemeint. Doch Sie wären erstaunt, wie viel Unterschied es macht, ob Sie Ihre Immobilie für 405.000 Euro anbieten oder für 397.000 Euro. Zum einen werden auf Online-Portalen Immobilien gar nicht angezeigt, die über der Preisgrenze liegen und zum anderen dürfen Sie die psychologischen Hürden der Käufer nicht unterschätzen. Experten raten deshalb dazu, das Angebot leicht unterhalb einer Preisgrenze anzusetzen.

Wir haben momentan einen klaren Verkäufermarkt. D.h. es gibt wesentlich weniger Immobilienangebote am Markt die verkauft, als gesucht werden. Das ist ein echter Pluspunkt für Sie und Ihr Objekt! Ein aktuelles Beispiel aus meiner Praxis: Für ein Haus in Kempten habe ich über 140 Anfragen für einen Besichtigungstermin erhalten. Hier kann es sich leicht ergeben, dass die Interessenten bereit sind etwas mehr zu bieten, um den Zuschlag für die Immobilie zu erhalten (Profi-Tipp: dies kann auch gezielt eingesetzt werden). Das Angebot bestimmt wie immer den Preis – in diesem Falle jedoch nur, wenn das Einstiegsangebot den realistischen Wert einer Immobilie wiederspiegelt und leicht unter dem Suchraster der potentiellen Käufer liegt.

Um Fehler zu vermeiden, rate ich Ihnen deshalb vor der Angebotserstellung, Ihre Zielgruppe und deren Preisgrenze so genau wie möglich zu definieren. Vielleicht macht es ja an dieser Stelle Sinn, sich einen Profi mit an Bord zu holen, um dessen Expertise zu nutzen. Denn: Eine Immobilie, die durch eine falsche Preisstrategie zu lange in einschlägigen Medien angeboten wird, kann schnell zum kritisch betrachteten „Ladenhüter“ werden. Und Sie haben die Chance für einen guten Verkauf verpasst. Bitte vergessen Sie nicht, dass bereits ein paar Tausend Euro hin oder her beim Angebotspreis darüber entscheiden können, wie schnell und gut Sie Ihr Eigentum am Ende verkaufen.

Ihr Makler aus Leidenschaft

Stefan Schauss

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Um Verkäufer besser abzusichern und aufzuklären hat Immobilienkaufmann Stefan Schauss in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift IMMOBILIEN-PROFI einen ausführliches Verkäufer-Magazin entwickelt. Dieses kann hier kostenlos bestellt werden.


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