Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Schauss

Erbpacht Haus verkaufen

Sep 01

Möchten Sie ihr Erbpacht Haus verkaufen, aber fragen sich mit welchen Herausforderungen das verbunden ist? Das Erbbaurecht, auch Erbpacht genannt, ist eine Alternative zum Grundstückskauf. Dabei bleiben Nutzungsrecht und Eigentumsrecht über einen vereinbarten Zeitraum voneinander getrennt. Ein Erbpachtzins fließt an den Eigentümer, während sich der „Häuslebauer“ die Kosten für das Grundstück spart. Diese Konstellation war gerade während der Hochzinsphase für Bauherren mit wenig Eigenkapital interessant, andere konnten generell nur so an ihrem Traumplatz bauen. Doch wie günstig ist diese Konstellation bei einem Verkauf? 

Ein Gedanke, der mit Sicherheit zahlreiche Immobilienbesitzer auf Erbpacht  beschäftigt. Und das zu Recht, wie ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Immobilienkaufmann weiß. Nur rund 10 Prozent wollen sich nämlich auf einen Hauskauf ohne Grundstück einlassen. Da ein Erbpachtvertrag nicht gekündigt werden kann, gehen die Verpflichtungen aus diesem vom Verkäufer auf den Käufer über. Sollte der Vertrag irgendwann nicht mehr verlängert werden, ist die Entschädigung in der Erbbauverordnung rechtlich geregelt. Sie muss mindestens zwei Drittel des Hauswertes betragen – ein Wert der meist nicht der aktuellen Marktlage entspricht.

Heute, in der Zeit von Niedrigzinsen ist es außerdem häufig so, dass ein Erbpacht Haus den Bauherren teurer kommt als eine Finanzierung inklusive Baugrund über die Bank. Je nach Grundstückswert und Erbpachtgeber kann der Erbpachtzins das Konto auf Dauer stärker belasten. Doch glücklicherweise gibt es auch immer wieder Kaufinteressenten, die genau in dieser Wohnlage leben möchten. In Kempten wären dies zum Beispiel die Ludwigshöhe, Stiftallmay oder auf dem Lotterberg. Diese wenigen potentiellen Käufer gilt es gezielt ausfindig zu machen und durch professionelle Argumente zu überzeugen. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur zu einem seriösen „Verkaufsprofi“ raten, der, zum einem geeignete Marketingmaßnahmen einzusetzen weiß und zum anderen die Details des Erbbaurechtes kennt. Für Privatverkäufer ist dies meist ein schwieriges, kostspieliges und auch langwieriges Unterfangen.

Viele Grundstückseigentümer bei Erbpacht sind Kirchen, Gemeinden oder Stiftungen, die bezüglich ihrer gemeinnützigen oder wirtschaftlichen Aufgaben nicht vom Modell des Erbbaurechtes abweichen können oder wollen. Es gibt jedoch auch private Erbpachtgeber wie Landwirte, die sich über die regelmäßigen Einnahmen langfristig eine Altersvorsorge aufbauen wollen. In diesem Fall empfehle ich allen Erbpachtnehmern, die aktuell oder bald veräußern möchten, das Gespräch zu suchen und intensiv die Möglichkeit zu überprüfen, das Grundstück final zu erwerben.

Für den raschen und guten Verkauf einer Immobilie ist es – und hier spreche ich aus der Sicht meiner Kunden – von großem Vorteil, wenn Grundstück und Boden gemeinsam zu erwerben sind.

 

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