Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Schauss

Kann man eine Immobilie „zu schnell“ verkaufen?

Apr 02

Auf die Frage, ob man eine Immobilie zu schnell verkaufen kann, würden wahrscheinlich viele intuitiv mit „Nein“ antworten. Denn viele bewerten einen Immobilienverkauf nach zwei Kriterien: Welchen Preis hat die Immobilie erzielt und wie lange hat es gedauert einen Käufer zu finden. Doch stimmt das wirklich? Je nach Verkäufertypus kann die einfache Antwort darauf tatsächlich „Ja“ sein. Auch für einige Makler, die die Immobilie möglichst rasch beim Notar beurkunden lassen wollen. Doch manchmal liegen die Dinge ein wenig anders.

Zum einen haben viele Verkäufer überhaupt keinen Zeitdruck, da sie ohnehin mehrere Monate für die Veräußerung ihrer Immobilie eingeplant haben. Und zum anderen hoffen die meisten auf einen Käufer, der zu ihrer Immobilie passt und bei dem alle anvisierten Konditionen stimmen. Kurz: der „beste“ Käufer für eben diese Immobilie und diesen Verkäufer. Sei es wegen der besten Bonität, dem sympathischsten Auftreten, dem besten Preis oder weil er als Kapitalanleger die langjährigen Mieter nicht kündigt. Als verantwortungsvoller Makler sollte man stets den Verkäuferwunsch im Fokus haben und nicht die eigene Bequemlichkeit.

Um das individuell optimale Verkaufsergebnis zu erzielen, braucht es manchmal Zeit. Aus meiner Erfahrung allein zwischen vier bis acht Wochen für die Besichtigungstermine – je nach Immobilientyp, Zielgruppe und Preisklasse. Schließlich sollen alle geeigneten Interessenten eine reale Chance zur Besichtigung und zum Überprüfen der kaufrelevanten Unterlagen und Informationen erhalten, ohne Druck und auch mit einem weiteren Besichtigungstermin. Es nützt rein gar nichts, wenn bei einem Immobilienverkauf Entscheidungen zu schnell getroffen werden, der Käufer unter Druck gerät und kurz vor dem Notartermin – oder gar kurz vor der Unterzeichnung – einen Rückzieher macht. Denn dann beginnt der komplette Vermarktungsprozess von neuem.

Als Makler ist es wichtig, ein feines Gespür zu entwickeln, wann genügend Besichtigungen durchgeführt wurden und ob es ausreichend motivierte Interessenten gibt. Es ist weder gut, den „Sack voreilig zuzumachen“ noch so lange zu warten, bis sich potentielle Käufer wieder abwenden, weil sie sich hingehalten fühlen. Und wie in früheren Ratgebern erwähnt: nichts ist schlimmer als eine Immobilie, die zum „Ladenhüter“ wird und Woche für Woche die Skepsis der Interessenten wachsen lässt.

Mein Tipp: Wer seine Immobilie mit Makler verkaufen möchte, sollte bei dessen Wahl auf das Leistungsportfolio und das eigene Bauchgefühl achten. Schließlich geht es um das Finden des besten Käufers und den bestmöglichen Verkaufswert der Immobilie – immer ganz nach dem Ermessen des Verkäufers. Hier sollte man sich gut beraten fühlen.

Ihr Makler aus Leidenschaft

Stefan Schauss

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