Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Schauss

Teil 11 – Verkaufsabwicklung: Notartermin

Feb 12

Der Kaufvertrag ist erstellt, er wurde von beiden Seiten inhaltlich geprüft und gegebenfalls noch Änderungen eingefügt. Er enthält nun alle wichtigen Unterlagen und Fakten zum Kaufpreis, dem Zahlungstermin sowie dem Besitzübergang. Ebenfalls sollten etwaige Sachmängel, wie auch die Übernahme von Inventar, darin fixiert sein. Nun sollte der Kaufvertrag für alle Beteiligten zufriedenstellend sein. Dann kann folgend der Notartermin stattfinden. Vergessen Sie Ihren Personalausweis nicht, um sich beim Notar ausweisen zu können.

Bei Ihrem Termin liest der Notar den Kaufvertrag in allen Einzelheiten noch einmal vor und erklärt Ihnen juristisch schwer verständliche Begriffe. Jetzt haben Sie die letzte Gelegenheit noch offene Fragen zu klären. Bitte scheuen Sie sich nicht zu fragen, denn nach der Unterzeichnung des Notars gibt es kein Zurück mehr. Der Kaufvertrag ist dann notariell beglaubigt und somit rechtskräftig! Und: Der Notar ist dazu verpflichtet Sie umfassend und neutral zu beraten. Notwendige Korrekturen werden von ihm beim Termin in den originalen Vertragsentwurf eingetragen und in die endgültige Fassung übertragen. Das Ver- lesungsexemplar mit den handschriftlichen Änderungen verbleibt im Notararchiv, die Vertragsparteien erhalten den korrigierten Vertrag mit dem Notarsiegel.

Die Abwicklung des Kaufvertrages – Falls Sie nicht bereits im Vorfeld zur gegenseitigen Absicherung eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen haben, wird dies der Notar nun beim Grundbuchamt veranlassen. Die in Abteilung II des Grundbuchs festgehaltene Auflassung ist Bestandteil der Grundstücksübereignung und dokumentiert den Anspruch des Käufers auf die Übertragung des Eigentums. Sollten Sie im Anschluss z.B. Insolvenz anmelden müssen, hat der Käufer trotzdem vollen Anspruch auf Ihr Eigentum. Und: Er muss sich nicht mit einer möglichen Insolvenzquote zufriedengeben.

Des Weiteren muss der Notar nun der Grunderwerbsteuerstelle des zuständigen Finanzamtes eine sogenannte Veräußerungsanzeige, mit allen steuerlich relevanten Angaben, des Kaufvertrages zusenden. Im Anschluss wird der Käufer zur Zahlung der Grunderwerbsteuer aufgefordert. Ist diese Zahlung erfolgt, erstellt das Finanzamt eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ und sendet diese an den Notar. Ohne diese Bescheinigung darf die Umschreibung des Eigentums nicht erfolgen! Zusätzlich wird das mögliche Vorkaufsrecht der Gemeinde überprüft und vom Notar falls keine Ansprüche bestehen – eine Verzichtserklärung angefordert.

Sobald der Kaufpreis auf das im Vertrag angegebene Konto eingegangen ist und der Notar darüber informiert ist, stellt dieser beim Grundbuchamt den Antrag, den neuen Eigentümer in Abteilung I des Grundbuches einzutragen. Gleichzeitig beantragt der Notar die Löschung, der nicht mehr erforderlichen Auflassungsvormerkung. Die Immobilie hat nach spannenden Wochen endlich den Eigentümer gewechselt – mit allen Lasten und Nutzen. Gratulation! Wer nicht, wie viele Vertragsparteien bereits nach dem Notartermin mit einem Glas Sekt auf das (hoffentlich) erfolgreiche Geschäft anstößt, kann dies nun frohen Mutes tun. Schließlich steht nun nur noch die Übergabe der Immobilie an.

Mein Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld Ihres Immobilienverkaufs so umfassend wie möglich. Eignen Sie sich möglichst viel Fachwissen zu diesem essentiellen Thema an, bevor Sie den privaten Immobilienverkauf starten.

Ihr Makler aus Leidenschaft, Stefan Schauss

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